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Trespasser + Medicine Noose (10.09.2019, Danz, Regensburg)

Endlich gab es mal wieder was feines in privatem Rahmen im Krachkeller zu Regensburg-Nord. Noch mit Folgeschäden vom Wochenende aber mit einigem Bock wurde ich von Tür zu Tür kutschiert. So mussas. Nach Ankunft war gerade Zeit für ne Kippe, ein Biererwerb und zwei dumme Sprüche, ehe Medicine Noose bereits loslegten. Hui selten habe ich wen so aufs Schlagzeug einprügeln sehen. Dabei wars tempomäßig die meiste Zeit doomy-langsam – Musikrichtung möchte Sludge genannt werden. Kernunterschied wird wohl die Taktlosigkeit sein, die mich aber ob der schieren Lautstärke und der musikalischen Gewalt fast gar nicht störte. Normalerweise ist mir sowas ja zu kompliziert. Das war so laut und so tief, dass das Bier allein durch die Luftvibrationen schal wurde. Schon geil. Mega angepisste Vocals auch noch. Und dann weit unter Überlänge schon fertig. Durchaus ne runde Sache, auch wenn das wohl nie meine Musik werden wird. Für die nächste Band wurde dann nichtmal das Personal am Schlagzeug gewechselt – Patronengurt, Gasmasken und schwarze Farbe, sowie eine Nebelmaschine (in einem Raum, der mit 20 Leuten mehr als gut gefüllt war) sollten aber den entscheidenden Unterschied ausmachen. Trespasser drückten nämlich deutlich mehr aufs Gas – und versorgten uns mit ziemlich fettem Black Metal. Oh yeah, das hat richtig gefallen. Musikalisch mit fast allen Klischees ausgestattet – die kurzen Ausflüge Richtung PowerMetal übersehe ich einfach mal. Der Gesang war auch gut aggressiv und ein wenig ab vom BM-Klischee. Thematisch legen die Fünf ihren Schwerpunkt auf anarchistisch-revolutionäre Kämpfe, zum Beispiel der Machnovŝina oder den Anarchisten im Spanischen Bürgerkrieg. Der Einspieler von „A Las Barricadas“ war auch durchaus ein Höhepunkt des Konzerts. Aber natürlich auch darüber hinaus war das eine ganz feine Sache, die während der ganzen Zeit auch nicht langweilig war. Sehr, sehr schön – ich hoffe, dass die sich nochmal in unseren Dunstkreis verirren.

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+++ Medicine Noose auf bandcamp
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Dödsrit + Myteri + LØVVE (29.08.2019, P31, Nürnberg)

Es war dringendstens mal wieder Zeit fürn feines Konzert und diesen Donnerstagstermin in Nürnberg hatte ich schon ewig aufm Zettel. Dann passte sogar zeitlich alles und rumsbums stehen wir im P31. Vorher hatte ich mich da noch nie hinverirrt – auf den ersten Eindruck ein super Laden. Zum Start legten LØVVE aus Tours los, die ursprünglich gar nicht im Line-Up waren, aber weil es sich so gut ergab wohl von Myteri mit eingeladen wurden. Eine gute Entscheidung, denn der schwer punklastige Grind, der da zelebriert wurde, sorgte für viel gute Laune meinerseits. Das wurde mit viel Power und sowohl dem nötigen Spaß als auch unvermeidlicher Angepisstheit vorgetragen. Ich war durchaus entzückt, zumal mir die LP nicht so richtig dolle gefiel. Live war das aber auf jeden Fall ne sehr gute Nummer. Die Bude war auch ganz gut gefüllt – aber nicht übervoll. So kanns doch weiter gehen. Es folgten dann Myteri, wegen denen ich ursprünglich auf das Konzert aufmerksam wurde. Mit Vorfreude und Live-Gigs ist das ja immer so ne Sache – grundsätzlich wurde ich dann auch nicht enttäuscht, aber andauernde Rückkopplungen machten es wirklich schwer sich auf die Mucke zu konzentrieren. Darüber, dass der Hauptgesang zu leise war, hätte ich noch hinwegsehen können – dieses andauernde Gepiepse machte mir den Gig aber schon madig. Dabei hatte ich musikalisch überhaupt nix zu meckern. Melodic Crust nennt sich das heutzutage – ich fands einen schönen Soundtrack auf dem Weg in die Apocalypse. Schön nach vorne mit ordentlich Druck, immer wieder getragen von melodischen Gitarren. Eigentlich sehr geil – ich hoffe auf ein weiteres Mal. Als letztes standen Dödsrit auf dem Zettel und jajaja genau auf sowas hab ich zur Zeit Bock. Ich würde das mal als Black Metal mit Crust-Einflüssen schubladieren. Supergut. Die Apocalypse war jetzt da. Schnelles Geschredder, darüber melodische Gitarre, dazu wüstes Geschrei, dazwischen Downtempo-Parts. Ja perfekt. So gut mal blackmetalmäßiges ohne den ganzen Blackmetalschwachsinnskindergarten und das ganze Grauzonengschwerl (und schlimmeres). Gefiel mir sehr, sehr gut. Ein Top-Abschluss eines schönen Konzertabends.

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Naechte – Tremor

Lange schrieb ich nichts, es ist einfach zu viel los. Aber für diese zwei Songs von Naechte habe ich natürlich ein paar Minuten übrig. Auf der VÖ sind nur zwei Tracks – es ist die Naechte-Seite einer Split mit Havarii. Sicherlich werden hier einige „Post-„-Schubladen aufgerissen – stimmt wahrscheinlich auch. Post-Hardcore schreiben sie selbst in ihre Tags, Post-Punk würde ich am ehesten dazu sagen. Aber in diesen Bereichen lungert eben auch viel Zeug rum, das mir so gar nicht taugt. Bei diesen beiden Songs passt aber fast alles. Aggression trifft Emotion. Der Sänger schreit großartig am Rand zum Kreischen. Extrem sauer – das taugt mir natürlich. In „Stoßgebet“ auch mal fast ohne instrumentale Begleitung. Ebenfalls gefällt mir, wie der Bass eingesetzt wird. Das gibt Schub. Die langsameren Parts nehmen mich absolut mit und wenn es schneller und/oder härter wird, dann krieg ich Bock noch lauter aufzudrehen. Auch hier habe ich Hoffnung diese Band mal live zu sehen – ich glaub, das wird geil und würde sich mit einigen anderen Bands aus meiner Playlist hervorragend kombinieren lassen.

Link zur bndcmp-Seite:
https://naechteband.bandcamp.com/album/tremor

The War Goes On – s/t

Wie so oft weiß ich gar nicht, wie ich auf diese Bandcamp-Seite gestoßen bin, aber das Dingen hier hat mich quasi sofort vom Hocker geworfen. The War Goes On aus Dänemark sind rotzig, gleichzeitig melodisch und verdammt nochmal Punkrock. Ich für meinen Teil höre da viele Anleihen zu größeren Bands aus Nordamerika. Das ist dem sehr guten Sänger und eben einigen extrem catchy Melodien zuzuschreiben. Trotz oder gerade wegen der oft nicht besonders hohen Geschwindigkeit kommt hier außerdem eine enorme Wut rüber. Wut und Aggression gepaart mit überraschend passendem Singalong-Songwriting. Und da hab ich mich noch nicht weiter mit den Textinhalten beschäftigt. Da wird kein einziges gutes Haar an der menschlichen Existenz gelassen. Großartig! Besonders gepackt haben mich die Tracks in der Mitte der Platte. „This Shitty Life“ räumt von Beginn an komplett auf. „I got some booze, I’ve got a box of razorblades!“ und auf geht’s! Und direkt danach folgt mein Dauerohrwurm der letzten Wochen: „Darkest Days“, der auch eine unglaubliche Angepisstheit versprüht. Ein Traum! Die Nummer ist auch mit einigen Crust-Einschlägen versehen, die sich immer wieder auf der Platte finden. Ich möchte sagen, ein gelungener Stilmix – aber diese 11 Tracks wollen eigentlich nicht analysiert werden, sondern Tod, Zerstörung und den Untergang der menschlichen Zivilisation.

Link zur bndcmp-Seite:
https://thewargoeson.bandcamp.com/album/s-t

EA80 + KLOTZS (22.02.2019, Alte Mälzerei, Regensburg)

Ich dachte, das war so geil, da schreib ich gleich Montag was dazu. Brauch ich keine Notizen, da hab ich alles noch in Kopp. Ja Pustekuchen. Zu viel zu tun und nu is die Nummer schon ne ganze Woche her. Trotzdem muss dieses Highlight in jedem Fall noch einmal schriftlich festgehalten werden. Das war nämlich ne sehr, sehr große Nummer. Die Mälze war nicht (ganz?) ausverkauft, aber sehr gut besucht. Es waren auch einige Leute da, die ich lange nicht traf. Sehr schön. Es begannen dann KLOTZS, die ich noch nie gesehen, dafür aber schon oft verpasst habe. Und es ist schade, dass ich die erst jetzt zum ersten Mal gesehen hab. Was die beiden (Gitarre/Gesang + Schlagzeug) da fabrizierten war nämlich musikalisch ziemlich gut und gleichzeitig sehr unterhaltsam. Grade für die Minimalbesetzung war der Sound wirklich gut mit einem sehr präsenten Gesang. In den grundsätzlich „klassischen“ Punkrock mischten sich immer wieder sehr viele unterschiedliche Einflüsse – selten, dass ich bei einem Konzert so viele Assoziationen im Kopf hatte. Ne sehr gute Nummer und zusammen mit dem Fakt, dass es in der Mälze auch endlich anderes Bier außer T&T und Hacker gibt, war der Abend eigentlich so schon rund. Das Highlight folgte ja aber erst noch, denn noch öfter als KLOTZS hatte ich in meinem Leben nämlich EA80 verpasst und umso mehr vorfreute ich mich bei der Ankündigung, dass die vor der Haustür spielen. Und die Erwartungen wurden erfüllt. Da ich in deren Diskografie nicht sonderlich bewandert bin, kann ich zur Setlist nix sagen. So, wie es war, fand ichs aber absolut super. Es gab glaube ich genau einen Song, der mir nicht so schmeckte. Der Rest war absolut Sahne und gegen Ende war dann sogar noch ein Tänzchen drin. Das hatte schon echt Wucht – würde das Wort „Aura“ nicht verwenden wollen – und hat mich wirklich ziemlich gefesselt. Es war mir eine große Freude, das endlich live erlebt zu haben. EA80 waren und sind einfach genreprägend für „Düsterpunk“ und ähnliche Richtungen des „Postpunk“. Aber auf solche Phrasen wollte ich eigentlich gar nicht zurückgreifen. Dreh dich um und gehe einfach fort!

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+++ KLOTZS
+++ EA80

GEDRÄNGEL – Die Nacht, in der die Pizza kam

Schon wieder ne richtig gute DeutschPunk-Geschichte. Dieses Mal so mit reichlich Melodien und (natürlich) sehr tollen Texten. So ne richtige Gute-Laune-Scheibe, die einen alles vergessen lässt. Das hat viele Anleihen bei diesem 90er-Punk, den heute viele nur noch peinlich finden. GEDRÄNGEL passen natürlich nicht vollends in die Schublade, aber die Einflüsse lassen sich eben auch nicht verstecken. Das ist auch irgendwo poppig – im bandcamp-Kurzreview zieht Achtung, Adjektiv! den Vergleich zu „Mid90s-Skatepunk“, dem ich durchaus zustimmen kann. Die Songs sind musikalisch wie textlich auf den Punkt. Kein Drumrumgelaber und wenig überflüssig Verspieltes. Lieber nach vorne und mir ein Grinsen in die Fresse zaubern. Mein absoluter Favorit ist „Alftasse“, aktuell einer meiner Lieblingssongs, aber auch die eher partytauglichen Songs „Lampen an“ und „GDRNGL“ scheppern schön in Gebälk. Die kürzeren Tracks „Wallraff“ und „Kickflip“ finde ich nicht so stark, wie den Rest des Albums, aber diese etwas härteren Ausflüge haben auch ihre Daseinsberechtigung. Aufn Punkt halt und auch Abwechslung zwischen den melodiöseren Tracks. Und jetzt fahren wir mit der Raupe rückwärts und knutschen.

Link zur bndcmp-Seite:
https://gedraengel.bandcamp.com/album/die-nacht-in-der-die-pizza-kam

WIZO + Turbobier (09.02.2019, Airport, Obertraubling)

Ja natürlich hätte ichs besser wissen müssen, aber weil mit vielen Leuten ausgemacht, weil zu lang auf keinem Konzert mehr und weil WIZO noch nie live gesehen hab ich mir son Ticket organisiert. Natürlich wurde kurz nach meinem VVK-Erwerb ein frwld-Konzert in eben jener Lokalität angekündigt. Zum kotzen. Der Laden hat ja schon einige Rechtsrock- und Grauzone-Events beherbergt, aber nachdem vor Kurzem ZSK und jetzt WIZO dort gebucht wurden, hatte ich die seichte Hoffnung, dass sich da was geändert hätte. Hat es nicht. Scheiß Laden. Immerhin war damit schon vorher klar, dass das mein erster und letzter Besuch dort ist. Viel Mühe das zu ändern gab sich die Location nicht – weswegen sich dieser Text auch nur um wenig Musik kümmern kann. Da der Einlass nämlich schon gefühlt ewig dauerte (das Ding war längst ausverkauft, war also nicht damit zu rechnen, dass viele Leute kommen werden) hab ich die ersten Songs von Turbobier verpasst. Bier kaufen war dann auch mehr als eine Geduldsprobe. Wie gesagt war ja überraschend, dass plötzlich so viel los sein wird. Dort wo wir standen war der Sound auch noch extrem leise (wurde bei WIZO besser) – andere Menschen berichteten, dass das auch in anderen Teilen der Halle nicht gut anzuhören war. Naja „Fuaßboiplatz“ mitgegröhlt und uns selbst gefeiert. Viel mehr hab ich von Turbobier dann eigentlich gar nicht mitbekommen. In der Umbaupause noch was gegen den Durst tun – ich glaub beim fünfte Song von WIZO hatte ich dann endlich n Getränk. Schlimmer als der Gästeblock in Fürth. Immerhin konnte ich jetzt noch ein paar Songs bewusst mitkriegen. WIZO spielten zu meiner Überraschung und zu meinem Wohlgefallen viele Klassiker. Highlight dessen, was ich mitbekam, war sicherlich „Kein Gerede“. Schon geil! Naja und dass „Der Käfer“ 2019 im Live-Set ist find ich witzig. Das hat schon Spaß gemacht und hätte echt n gutes Konzert sein können. Von der Bühne gab es auch noch klare Ansagen für Seenotrettung und gegen Nazipack. Leider wird sich das Gebäude das nicht merken und es den völkischen Pissnelken in ein paar Wochen um die Ohren klatschen. Als sich dann die Möglichkeit ergab diesen fürchterlichen Ort zügig zu verlassen, machten wir uns noch während WIZO auf den Weg an schönere Tresen. Nie wieder Airport.

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+++ WIZO

Bierdosen Freunde – s/t

Endlich mal wieder ein kompletter Longplayer, der durchweg Spaß und Durst macht. Die Bierdosen Freunde versorgen einen mit musikalisch einigermaßen stumpfem Deutschpunk, was ja erstmal n positives Kriterium is. Dass es dabei nicht langweilig wird liegt an den großartigen Songideen und dem Mitgröhlfaktor 200. Um nicht zu sagen stapelt sich Hit auf Hit und Ohrwurm auf Ohrwurm. Den persönlichen Megaüberhit muss sich jede*r selbst raussuchen – ich schwanke zwischen „Rote Armee“ und „Ich liebe dich“. Zum Schwanken ist das Teil aber auf jeden Fall geeignet. Wundere mich grad selbst, dass ich mir die LP für verrauschte Nächte noch nicht zugelegt hab. Neben der Kernaussage und dem immer aktuellen Lifestyle-Thema „Saufen“ wird auch ein ums andere Mal klar politisch Stellung bezogen. Auch finde ich keine peinlichen Ausfälle in den Texten. Schön das. Viel Witz, noch mehr Durst und ne gute Dosis Selbstironie. Eine richtig geile Deutschpunk-Platte. Und ich hab jetzt Bock auf Dosenbier.

Link zur bndcmp-Seite:
https://bierdosenfreunde.bandcamp.com/album/bierdosen-freunde

Vales – Clarity

Einer meiner Favoriten diesen Herbst ist die schon 2012 erschienene „Clarity“ von Vales, die laut bandcamp-Seite aus Cornwall kommen. Was schon beim ersten Hören heraussticht ist natürlich die Sängerin, die eine unglaubliche Power an den Tag legt. Das ist megasauer und emotional gleichzeitig. Rau und irgendwie melodisch. Stark. Musikalisch ist das irgendwie Post-Hardcore. Macht auf jeden Fall ziemlichen Druck und ebnet den Weg für die furiosen Vocals. Den Opener „Standing Alone (Isolation)“ finde ich dabei noch den schwächsten Track, vermutlich weil der auch am komplexesten ist. Danach wird aufs Gas gedrückt, wobei die Songs immer wieder von ruhigeren Parts unterbrochen werden („Post“ halt, weisse bescheid). Doch auch diese Teile haben eine ziemliche Präsenz, dass sich das gut einfügt. Punktgenau in der Mitte kommt die EP zum Höhepunkt (jedenfalls meiner Meinung nach), denn „Stallions (Adrenaline)“ ist eine absolute Perle in Sachen Power und Wut und Druck. Ich rate dringend dazu sich diesen 15-Minüter mal zu Gemüte zu führen.

Link zur bndcmp-Seite:
http://valesband.bandcamp.com/album/clarity

ZSK (11.10.2018, Domplatz, Regensburg)

Ja is dat schön, dass die Nazis in Regensburg in aller Regel keinen Fuß auf den Boden bekommen. Als Wahlkampfhighlight hatten die AfDer einen Höcke-Auftritt vor dem Regensburger Dom angekündigt. Der Protest dagegen formierte sich schon frühzeitig und wie es der Zufall so will stand für den gleichen Abend ein Konzert von ZSK im Vorort auf dem Programm. Die Band erklärte sich kurzfristig bereit auf der Gegenkundgebung zu spielen, was sicherlich zur enorm erfolgreichen Mobilisierung beitrug. Bei für eine LKW-Bühne wirklich ganz feinem Sound wurden dann auch irgendwas um die 9 Songs dargeboten. Ich hab da nicht mitgezählt, macht aber nix. Warum bei so einem verkürzten Set gleich zwei Cover dabei sein müssen ist entweder Geschmackssache oder Marketing. Egal. Es wurden auf jeden Fall die relevanten (und selbstverständlich teilweise auch großartigen) Songs zum Thema gespielt. Komischerweise sprang bei mir der Funke nur bedingt über, obwohl fast das komplette Set zu meiner persönlichen Heavy Rotation gehört. Der Sänger war ganz schön unterwegs – auf dem LKW, im Publikum. Das wirkte für einige auch ein wenig übertrieben. Ich fands okay. Auf jeden Fall ne geile Aktion der Band die Proteste vor Ort zu unterstützen. Drumherum gelange es wegen der örtlichen Gegebenheiten und der Polizeipräsenz leider nicht die AfDer-Veranstaltung zu verhindern. Das schafften die aber schon selbst ganz gut. Zunächst sickerte durch, dass Höcke doch nicht kommen würde. Dann scheiterte die Kundgebung an fehlendem Strom. Also zogen die bummelig 50 Nazis nach ein paar Minuten im Dunkeln wieder ab. Ein komplettes Desaster also für die AfD, während wir um Längen mehr Leute waren und wesentlich mehr Spaß hatten.

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+++ ZSK