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The War Goes On – s/t

Wie so oft weiß ich gar nicht, wie ich auf diese Bandcamp-Seite gestoßen bin, aber das Dingen hier hat mich quasi sofort vom Hocker geworfen. The War Goes On aus Dänemark sind rotzig, gleichzeitig melodisch und verdammt nochmal Punkrock. Ich für meinen Teil höre da viele Anleihen zu größeren Bands aus Nordamerika. Das ist dem sehr guten Sänger und eben einigen extrem catchy Melodien zuzuschreiben. Trotz oder gerade wegen der oft nicht besonders hohen Geschwindigkeit kommt hier außerdem eine enorme Wut rüber. Wut und Aggression gepaart mit überraschend passendem Singalong-Songwriting. Und da hab ich mich noch nicht weiter mit den Textinhalten beschäftigt. Da wird kein einziges gutes Haar an der menschlichen Existenz gelassen. Großartig! Besonders gepackt haben mich die Tracks in der Mitte der Platte. „This Shitty Life“ räumt von Beginn an komplett auf. „I got some booze, I’ve got a box of razorblades!“ und auf geht’s! Und direkt danach folgt mein Dauerohrwurm der letzten Wochen: „Darkest Days“, der auch eine unglaubliche Angepisstheit versprüht. Ein Traum! Die Nummer ist auch mit einigen Crust-Einschlägen versehen, die sich immer wieder auf der Platte finden. Ich möchte sagen, ein gelungener Stilmix – aber diese 11 Tracks wollen eigentlich nicht analysiert werden, sondern Tod, Zerstörung und den Untergang der menschlichen Zivilisation.

Link zur bndcmp-Seite:
https://thewargoeson.bandcamp.com/album/s-t

EA80 + KLOTZS (22.02.2019, Alte Mälzerei, Regensburg)

Ich dachte, das war so geil, da schreib ich gleich Montag was dazu. Brauch ich keine Notizen, da hab ich alles noch in Kopp. Ja Pustekuchen. Zu viel zu tun und nu is die Nummer schon ne ganze Woche her. Trotzdem muss dieses Highlight in jedem Fall noch einmal schriftlich festgehalten werden. Das war nämlich ne sehr, sehr große Nummer. Die Mälze war nicht (ganz?) ausverkauft, aber sehr gut besucht. Es waren auch einige Leute da, die ich lange nicht traf. Sehr schön. Es begannen dann KLOTZS, die ich noch nie gesehen, dafür aber schon oft verpasst habe. Und es ist schade, dass ich die erst jetzt zum ersten Mal gesehen hab. Was die beiden (Gitarre/Gesang + Schlagzeug) da fabrizierten war nämlich musikalisch ziemlich gut und gleichzeitig sehr unterhaltsam. Grade für die Minimalbesetzung war der Sound wirklich gut mit einem sehr präsenten Gesang. In den grundsätzlich „klassischen“ Punkrock mischten sich immer wieder sehr viele unterschiedliche Einflüsse – selten, dass ich bei einem Konzert so viele Assoziationen im Kopf hatte. Ne sehr gute Nummer und zusammen mit dem Fakt, dass es in der Mälze auch endlich anderes Bier außer T&T und Hacker gibt, war der Abend eigentlich so schon rund. Das Highlight folgte ja aber erst noch, denn noch öfter als KLOTZS hatte ich in meinem Leben nämlich EA80 verpasst und umso mehr vorfreute ich mich bei der Ankündigung, dass die vor der Haustür spielen. Und die Erwartungen wurden erfüllt. Da ich in deren Diskografie nicht sonderlich bewandert bin, kann ich zur Setlist nix sagen. So, wie es war, fand ichs aber absolut super. Es gab glaube ich genau einen Song, der mir nicht so schmeckte. Der Rest war absolut Sahne und gegen Ende war dann sogar noch ein Tänzchen drin. Das hatte schon echt Wucht – würde das Wort „Aura“ nicht verwenden wollen – und hat mich wirklich ziemlich gefesselt. Es war mir eine große Freude, das endlich live erlebt zu haben. EA80 waren und sind einfach genreprägend für „Düsterpunk“ und ähnliche Richtungen des „Postpunk“. Aber auf solche Phrasen wollte ich eigentlich gar nicht zurückgreifen. Dreh dich um und gehe einfach fort!

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+++ KLOTZS
+++ EA80

GEDRÄNGEL – Die Nacht, in der die Pizza kam

Schon wieder ne richtig gute DeutschPunk-Geschichte. Dieses Mal so mit reichlich Melodien und (natürlich) sehr tollen Texten. So ne richtige Gute-Laune-Scheibe, die einen alles vergessen lässt. Das hat viele Anleihen bei diesem 90er-Punk, den heute viele nur noch peinlich finden. GEDRÄNGEL passen natürlich nicht vollends in die Schublade, aber die Einflüsse lassen sich eben auch nicht verstecken. Das ist auch irgendwo poppig – im bandcamp-Kurzreview zieht Achtung, Adjektiv! den Vergleich zu „Mid90s-Skatepunk“, dem ich durchaus zustimmen kann. Die Songs sind musikalisch wie textlich auf den Punkt. Kein Drumrumgelaber und wenig überflüssig Verspieltes. Lieber nach vorne und mir ein Grinsen in die Fresse zaubern. Mein absoluter Favorit ist „Alftasse“, aktuell einer meiner Lieblingssongs, aber auch die eher partytauglichen Songs „Lampen an“ und „GDRNGL“ scheppern schön in Gebälk. Die kürzeren Tracks „Wallraff“ und „Kickflip“ finde ich nicht so stark, wie den Rest des Albums, aber diese etwas härteren Ausflüge haben auch ihre Daseinsberechtigung. Aufn Punkt halt und auch Abwechslung zwischen den melodiöseren Tracks. Und jetzt fahren wir mit der Raupe rückwärts und knutschen.

Link zur bndcmp-Seite:
https://gedraengel.bandcamp.com/album/die-nacht-in-der-die-pizza-kam

WIZO + Turbobier (09.02.2019, Airport, Obertraubling)

Ja natürlich hätte ichs besser wissen müssen, aber weil mit vielen Leuten ausgemacht, weil zu lang auf keinem Konzert mehr und weil WIZO noch nie live gesehen hab ich mir son Ticket organisiert. Natürlich wurde kurz nach meinem VVK-Erwerb ein frwld-Konzert in eben jener Lokalität angekündigt. Zum kotzen. Der Laden hat ja schon einige Rechtsrock- und Grauzone-Events beherbergt, aber nachdem vor Kurzem ZSK und jetzt WIZO dort gebucht wurden, hatte ich die seichte Hoffnung, dass sich da was geändert hätte. Hat es nicht. Scheiß Laden. Immerhin war damit schon vorher klar, dass das mein erster und letzter Besuch dort ist. Viel Mühe das zu ändern gab sich die Location nicht – weswegen sich dieser Text auch nur um wenig Musik kümmern kann. Da der Einlass nämlich schon gefühlt ewig dauerte (das Ding war längst ausverkauft, war also nicht damit zu rechnen, dass viele Leute kommen werden) hab ich die ersten Songs von Turbobier verpasst. Bier kaufen war dann auch mehr als eine Geduldsprobe. Wie gesagt war ja überraschend, dass plötzlich so viel los sein wird. Dort wo wir standen war der Sound auch noch extrem leise (wurde bei WIZO besser) – andere Menschen berichteten, dass das auch in anderen Teilen der Halle nicht gut anzuhören war. Naja „Fuaßboiplatz“ mitgegröhlt und uns selbst gefeiert. Viel mehr hab ich von Turbobier dann eigentlich gar nicht mitbekommen. In der Umbaupause noch was gegen den Durst tun – ich glaub beim fünfte Song von WIZO hatte ich dann endlich n Getränk. Schlimmer als der Gästeblock in Fürth. Immerhin konnte ich jetzt noch ein paar Songs bewusst mitkriegen. WIZO spielten zu meiner Überraschung und zu meinem Wohlgefallen viele Klassiker. Highlight dessen, was ich mitbekam, war sicherlich „Kein Gerede“. Schon geil! Naja und dass „Der Käfer“ 2019 im Live-Set ist find ich witzig. Das hat schon Spaß gemacht und hätte echt n gutes Konzert sein können. Von der Bühne gab es auch noch klare Ansagen für Seenotrettung und gegen Nazipack. Leider wird sich das Gebäude das nicht merken und es den völkischen Pissnelken in ein paar Wochen um die Ohren klatschen. Als sich dann die Möglichkeit ergab diesen fürchterlichen Ort zügig zu verlassen, machten wir uns noch während WIZO auf den Weg an schönere Tresen. Nie wieder Airport.

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+++ Turbobier
+++ WIZO

Bierdosen Freunde – s/t

Endlich mal wieder ein kompletter Longplayer, der durchweg Spaß und Durst macht. Die Bierdosen Freunde versorgen einen mit musikalisch einigermaßen stumpfem Deutschpunk, was ja erstmal n positives Kriterium is. Dass es dabei nicht langweilig wird liegt an den großartigen Songideen und dem Mitgröhlfaktor 200. Um nicht zu sagen stapelt sich Hit auf Hit und Ohrwurm auf Ohrwurm. Den persönlichen Megaüberhit muss sich jede*r selbst raussuchen – ich schwanke zwischen „Rote Armee“ und „Ich liebe dich“. Zum Schwanken ist das Teil aber auf jeden Fall geeignet. Wundere mich grad selbst, dass ich mir die LP für verrauschte Nächte noch nicht zugelegt hab. Neben der Kernaussage und dem immer aktuellen Lifestyle-Thema „Saufen“ wird auch ein ums andere Mal klar politisch Stellung bezogen. Auch finde ich keine peinlichen Ausfälle in den Texten. Schön das. Viel Witz, noch mehr Durst und ne gute Dosis Selbstironie. Eine richtig geile Deutschpunk-Platte. Und ich hab jetzt Bock auf Dosenbier.

Link zur bndcmp-Seite:
https://bierdosenfreunde.bandcamp.com/album/bierdosen-freunde

Vales – Clarity

Einer meiner Favoriten diesen Herbst ist die schon 2012 erschienene „Clarity“ von Vales, die laut bandcamp-Seite aus Cornwall kommen. Was schon beim ersten Hören heraussticht ist natürlich die Sängerin, die eine unglaubliche Power an den Tag legt. Das ist megasauer und emotional gleichzeitig. Rau und irgendwie melodisch. Stark. Musikalisch ist das irgendwie Post-Hardcore. Macht auf jeden Fall ziemlichen Druck und ebnet den Weg für die furiosen Vocals. Den Opener „Standing Alone (Isolation)“ finde ich dabei noch den schwächsten Track, vermutlich weil der auch am komplexesten ist. Danach wird aufs Gas gedrückt, wobei die Songs immer wieder von ruhigeren Parts unterbrochen werden („Post“ halt, weisse bescheid). Doch auch diese Teile haben eine ziemliche Präsenz, dass sich das gut einfügt. Punktgenau in der Mitte kommt die EP zum Höhepunkt (jedenfalls meiner Meinung nach), denn „Stallions (Adrenaline)“ ist eine absolute Perle in Sachen Power und Wut und Druck. Ich rate dringend dazu sich diesen 15-Minüter mal zu Gemüte zu führen.

Link zur bndcmp-Seite:
http://valesband.bandcamp.com/album/clarity

ZSK (11.10.2018, Domplatz, Regensburg)

Ja is dat schön, dass die Nazis in Regensburg in aller Regel keinen Fuß auf den Boden bekommen. Als Wahlkampfhighlight hatten die AfDer einen Höcke-Auftritt vor dem Regensburger Dom angekündigt. Der Protest dagegen formierte sich schon frühzeitig und wie es der Zufall so will stand für den gleichen Abend ein Konzert von ZSK im Vorort auf dem Programm. Die Band erklärte sich kurzfristig bereit auf der Gegenkundgebung zu spielen, was sicherlich zur enorm erfolgreichen Mobilisierung beitrug. Bei für eine LKW-Bühne wirklich ganz feinem Sound wurden dann auch irgendwas um die 9 Songs dargeboten. Ich hab da nicht mitgezählt, macht aber nix. Warum bei so einem verkürzten Set gleich zwei Cover dabei sein müssen ist entweder Geschmackssache oder Marketing. Egal. Es wurden auf jeden Fall die relevanten (und selbstverständlich teilweise auch großartigen) Songs zum Thema gespielt. Komischerweise sprang bei mir der Funke nur bedingt über, obwohl fast das komplette Set zu meiner persönlichen Heavy Rotation gehört. Der Sänger war ganz schön unterwegs – auf dem LKW, im Publikum. Das wirkte für einige auch ein wenig übertrieben. Ich fands okay. Auf jeden Fall ne geile Aktion der Band die Proteste vor Ort zu unterstützen. Drumherum gelange es wegen der örtlichen Gegebenheiten und der Polizeipräsenz leider nicht die AfDer-Veranstaltung zu verhindern. Das schafften die aber schon selbst ganz gut. Zunächst sickerte durch, dass Höcke doch nicht kommen würde. Dann scheiterte die Kundgebung an fehlendem Strom. Also zogen die bummelig 50 Nazis nach ein paar Minuten im Dunkeln wieder ab. Ein komplettes Desaster also für die AfD, während wir um Längen mehr Leute waren und wesentlich mehr Spaß hatten.

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+++ ZSK

Captain Planet + Matula + Deutsche Laichen + Sandlotkids (09.10.2018, Feierwerk, München)

Schon wieder ein Roadtrip unter der Woche nach München, dieses Mal aus vollkommen anderem Grund. Das großartige Label Zeistrafe zählte nach, kam auf 15 Jahre Nichtaufgeben und organisierte zu diesem Anlass eine Tour, die auch in München Station macht. Ticket hatte ich mir aus Selbstzwang schon vor Wochen zugelegt, nicht dass ich doch noch zu faul bin und mich hinterher ärger, dass ich mir das nicht reingezogen hab. Vorfreude also groß, aber zurecht? Es starteten als Local-Support die Sandlotkids und das mag zwar handwerklich ganz gut gewesen sein – war aber so recht gar nicht meins. Tatsächlich hätte ich mich wesentlich mehr über tigeryouth gefreut, der die Tour bei anderer Gelegenheit ergänzte. Aber was solls – next waren dann Deutsche Laichen und da ging bei mir natürlich die Laune nach oben. Grundsätzlich Punkrock und grundsätzlich sauer, aber mit so vielen Einflüssen aus anderen Musikrichtungen, dass es echt spannend blieb, wie es weiter geht. Natürlich auch eingängig und einprägsam („my cunt my business“ oder „menschen sind scheiße“), aber mitunter auch etwas kompliziert zu überblicken, wo wir grade sind. Manche Menschen würden sagen der Band fehlt eine Linie, ich nenn das abwechslungsreich. Danach waren dann Matula an der Reihe, die mich tatsächlich erst mit ihrem aktuellen Album überzeugen konnten. Vorher hatte ich die eher nicht so auf dem Schirm. Und zackbumm war das live ne echt gute Nummer. Irgendwie so „Indie“ (sowieso ultraschwammiger Begriff), auf jeden Fall Punk. Könnte mitunter ein wenig wütender sein – aber vielleicht muss ich mir die Guten auch nochmal öfters aus der Dose reinziehen. Mit mehr Textkenntnissen wäre das auch sicherlich ein noch besseres Konzert geworden, denn so 100% hab ich die Lyrics, trotz insgesamt gutem Sound an dem Abend, nicht immer verstanden. Als letzten dann der Hauptgrund meiner Anwesenheit: Captain Planet, die ich zuletzt vor bummelig drei Jahren bei leider miesem Sound gesehen hatte. Umso besser war dieses Konzert, denn der Sound war, wie angemerkt, top und die Location mag ich ohnehin. Der CP-Sänger wirkte zu Beginn stimmlich etwas angeschlagen – aber wer dauerhaft so nach vorne losschreit, der muss auch irgendwann mal dicken Hals haben. Fiel mir aber wirklich nur zu Beginn auf. Der Rest war unglaublich Power. Diese Band hat eine so großartige Live-Präsenenz, da kannst du nur staunen oder mitgehen. Publikum entschied sich wenig überraschend für letzteres und bewies sich gewohnt textsicher. Zu dem emotionalen, energiegeladenen Punkrock mischten CP hin und wieder ein paar Synthie-Elemente ein. Das passte sehr gut. Persönlich fehlte mir bei diesem Gig gar nichts. Mir gefallen aber auch so viele Songs der Band, dass mir gar nicht auffallen würde, wenn einer fehlte. Auch wenn sich an der Band sicherlich die Geister scheiden, bei Gelegenheit sollten sich auch Skeptiker das mal live ansehen. Am Ende gab es dann noch ein Matula-Feature zur Nichtfeier des Labeljubiläums. Ein guter Abschluss eines ziemlich guten Konzertabends.

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+++ Sandlotkids auf bandcamp
+++ Deutsche Laichen auf bandcamp
+++ Matula
+++ Captain Planet

Chefdenker + Shotter + Chinchi Rossi from the Gossi (29.09.2018, JUZ, Burglengenfeld)

So richtig groß gibt es eigentlich nicht zu berichten, obschon es ein großartiger Abend war. Das lag in erster Linie daran, dass das JUZ sehr gut gefüllt war, was freut, aber gleichzeitig nicht überfüllt war und so gemütlicher Klönschnack und schnelle Nachschubversorgung möglich waren. Den Anfang machten Chinchi Rossi from the Gossi, deren Konzept ich an diesem Abend nicht überrissen hab. Damit muss ich mich nochmal wann anderes beschäftigen. „Dat is Kunst, dat raff ich nie.“ Es folgten die ebenfalls aus dem Nachbardorf Regensburg stammenden Shotter, die durchaus zum Mitschunkel einluden. Nicht über die Maßen schneller Punkrock, der dafür mit ziemlicher RocknRoll-Kante ausgestattet ist. War auch unterhaltsam, wenngleich nicht 100% meins – und unterm Strich war ich ja fanboytechnisch ohnehin primär für den „Headliner“ angereist. Die Chefdenker ließen dann auch keinen Raum für Enttäuschung, sondern hatten offensichtlich durchaus Bock auf die Nummer. Um es vorweg zu nehmen, es gab kein Knofa-Cover (außer ich hab was verpasst. es möge mich verbessert werden wenn dem sei.). Macht aber gar nix, weil is ja Chefdenker-Konz. Und von der Mikrowelle bis zum preisgünstigen Dosenbier wurde auch echt ein feines Best-of der jetzt ja doch auch schon seit 16 Jahren exisitierenden Band geboten. Vor der Bühne Pogo und Albernheit. Aus den Boxen das hervorragende Gemisch an Einflüssen, die aber am Ende quasi alle Punkrock ergeben. Ich hatte großen Spaß und muss besonders positiv anmerken, dass einiges vom „Coverbands ist die Zukunft“ gespielt wurde – total unterbewertet die Platte. Was nachhallt ist aber von der aktuellen Scheibe: „Jede Minute, ohne Alkohol im Blut, ist keine gute – das sagt dir jedes Institut.“

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+++ Shotter
+++ Chefdenker

Tragedy + Nörgel (20.09.2018, Kafe Kult, München)

Ja selbstverständlich muss ich mich rausrollen, wenn die meistaufgenähte Band der Welt in der Gegend ist. Und natürlich ist die Bude ausverkauft und es sind auch einige Autokennzeichen von ganz weit weg am Kult. Tragedy sind nunmal nicht weniger als Mitbegründer eines Genres und seit bald 20 Jahren unterwegs. Den Anfang machten aber erstmal Nörgel aus München und ich bin mal direkt Fan geworden. D-Beat, Hardcore-Punk, Crust. Das ganze bei 40° Konzertsaaltemperatur aufkochen. Sehr schön. Paar flottere Nummern, zwischendurch paar doomycrusty Parts. Und da ja bekanntlich mit D-Beat alles besser wird, wurde alles besser. Der Sänger war mir etwas zu leise, war aber grade noch laut genug, dass das alles zusammen sehr geil war. Schönes Ding und auch nicht zu lang. Ich mag kurze Konzerte, auch wenn sie gut sind. Der ganze Abend war überhaupt recht kurzweilig, denn nach kurzer Umbaupause legten auch schon Tragedy los. Natürlich grundsätzlich erstmal geil, gehören doch die ersten beiden Alben zu meinen All-Time-Faves. Aber neben den „ganz alten“ Sachen kamen auch die neuen Songs live wesentlich besser rüber, als aus der Tüte. Das ganze wurde recht „sauber“ und oft in Albumtempo gezockt. Es gab also nur wenig Variationen der bekannten Nummern, dafür aber auch wenig Verhauer, was bei Sachen, die jede*r kennt, halt sehr schnell auffallen würde. Von demher alles kein Scheiß, aber so richtig wollte der Funke nicht überspringen. Ich fands aber sehr geil, wie sauer Tragedy immer noch sind. Die ganze Aggression ist immer noch da. Das war richtig gut. Warum das Konzert bei mir nicht zur totalen Euphorie führte weiß ich gar nicht. Retrospektiv ging es mir beim letzten Mal, als ich Tragedy im Kult sah, aber ähnlich. Macht nix, würde das bestimmt wieder machen.

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+++ Tragedy bei bandcamp